Lobpreis und Freiheit im Herrn

Lobpreis und Freiheit im Herrn

10. Mai 2018 Aus Von Angela Weckerlein

Wir, das heißt mein Mann und ich, erfuhren schon recht zu Beginn was Lobpreis und Anbetung sind. Wir waren zwischenzeitlich bei vielen dieser öffentlichen Veranstaltungen, ja, einmal (Stand 2017) sogar bei einem wirklich riesigen Konzert. Und anfangs musste ich stets Weinen. Nicht aus Trauer oder irgendwelcher negativer Gefühle. Ich glaube, mein Herz wurde so berührt das ich gar nicht anders konnte wie meinen Tränen einfach freien Lauf zu lassen.

Diese schöne Weise vor unseren Herrn zu treten- im Gesang- ehrt ihn und macht gleichermaßen etwas mit uns selbst. Ich habe den Lobpreis in verschiedenen Gemeinden gefeiert, schon sehr oft zu Hause für mich allein in der Nähe unseres Herrn abgehalten und auch war ich zwischenzeitlich schon diejenige, die vorne in der Kirche steht und singt.

Letzteres zunächst absolut unvorstellbar für mich. Habe ich doch dieses Rampenlicht immer komplett gescheut. Schon als Schüler war ich stets unfähig bei Referaten die Ruhe zu bewahren. Doch auch hier: Gott geht einen Weg mit uns. Ich sage es ihnen ganz offen: ich habe damit gerechnet, dass es schrecklich wird: ich mich versinge, vor Nervosität den halben Tag mit Durchfall auf dem Klo sitze und so weiter. Aber, und das ist das Unmögliche für uns Menschen, nicht nachvollziehbar bis wir es selbst erleben dürfen: ER unser Gott nahm mir diese Angst. Und, ob Sie es nun glauben oder nicht, ich hatte eine so wahrhaftig große Freude als ich vor all diesen Leuten stand und singen durfte. Ich hatte Freude. Echte, große und aufrichtige Freude in mir. Und einen Ehemann der nicht hätte stolzer sein können. Danke Gott!

Ja, Gott öffnet Türen und gleichermaßen schließt er diese wenn er in seiner Weisheit und Weitsicht sieht, dass es für einen besser ist. Aber niemand soll meinen, dass Christen nicht die gleichen Schicksale zu erleiden haben, wie alle anderen. Dem ist nicht so. Doch Christen sind anders geborgen, verspüren eine andere Sicherheit. Und auch hier wird kein Schalter umgelegt und zack, alles gut. Es ist eine Entwicklung, eine Lehre, in die unser Gott mit uns geht. Denn Bereiche wie Vertrauen müssen entstehen und wachsen. Schließlich sind wir Menschen…

Ziemlich zu Beginn meines Glaubenslebens sagte jemand, dass Gott uns in seine Abhängigkeit bringen möchte, um uns damit die vollkommene Freiheit zu ermöglichen. Ich habe lange lange Zeit nicht verstanden was das heißt. Ich bin die Tochter einer alleinerziehenden Frau, die es sicherlich nicht immer leicht hatte im Leben. Die Umstände beinhalteten, dass ich schon sehr jung zur Selbständigkeit erzogen wurde. Diese Selbständigkeit versuchte ich auch stets zu bewahren und wollte von niemandem abhängig sein. Das Wort „Abhängigkeit“ löst eigentlich nie etwas Gutes in einem aus, wenn man es nur „weltlich“ kennt. Abhängigkeit von Substanzen wie Alkohol, Drogen und Süchten. Abhängig als Mangel an Selbständigkeit. Abhängig um Lücken zu füllen die da sind. Abhängigkeit ist ein sehr negativ geprägtes Wort. Weltlich betrachtet.

Christen wissen, was ich meine. Die, die Jesus nicht kennen, denen möchte ich es versuchen zu erklären anhand folgenden Ereignisses, das sich erst vor kurzem in unserem Leben abspielte…