Die Zusage zur Bibelschule

Die Zusage zur Bibelschule

12. August 2018 Aus Von Angela Weckerlein

Mitte März kam die E-Mail in der stand, das wir zum Vorstellungsgespräch im April eingeladen seien.

Ich kann es nicht anders sagen: ich freute mich wie die Sau. War ganz begeistert und aufgeregt und Patty… ja, der wurde nervös. „So nervös war ich noch bei keinem Vorstellungsgespräch“ (seine Worte).

Nun, es gibt Momente, gerade dann, wenn man seine Geschichte nach Außen trägt, bei der man einfach aufpassen muss. Denn die Bibel ermahnt ganz klar und warnt vor unbedachten Äußerungen. So möchte ich nun in einer Kurzform schildern was wir erfuhren als wir zum Vorstellungsgespräch fuhren…

Schon Tage vor dem Gespräch waren wir sehr nervös. Und als wir bei der Hinfahrt nach Bad Gandersheim das Schild entdeckten „Ich halte dich. Gott“ spürte ich schon Misstrauen.

Während andere denen ich dies mitteilte Freude empfanden, war ich vorrangig skeptisch. Fragen stiegen in mir hoch. Fragen wie: „Warum muss mein Gott mich denn halten? Warum brauche ich denn Halt?“ und diese Skepsis sollte sich bewahrheiten. Wir hatten dann tatsächlich festgestellt, dass das Gespräch anders verlief als erwartet. Die Prägung der Fragen schien mir- wie auch der ganze Fragenkatalog (verbal) vor Ort- doch sehr weltlich zu sein. Ob dies nun ein Test war oder nicht kann ich nicht beurteilen. Doch sehr enttäuscht fuhren wir nach Hause und das Wetter spiegelte mein Inneres: es schüttete wie aus Eimern. Ich war sehr enttäuscht. Und traurig. Ich fuhr wie in einem roten Blitz die verschiedenen Autobahnen in Richtung Süden.

Rückwirkend betrachtet sehe ich, was für ein Auf- und Ab dieses Thema Bibelschule eigentlich war. Während wir von Gott von Anfang an ein klares JA erhalten hatten, haben es die diversen Umstände doch immer wieder geschafft uns aus der Bahn zu werfen und ja, da waren auch Zweifel. Nach diesem Vorstellungsgespräch sogar keine kleinen.

Zunehmend verstand ich die Botschaft auf dem Schild während der Hinfahrt beziehungsweise meine Skepsis. Aber offen gesagt war ich sehr enttäuscht. Ich stellte das Ganze nun plötzlich in Frage und wusste nicht mehr, ob dies wirklich der richtige Weg war. Doch Gott hält sein Wort! Während wir zunächst in ein Tief fielen nach der Ankunft zu Hause, kam aber ebenso auch recht schnell die Erkenntnis. Wir sollten nun nicht die ganze Entscheidung von unseren Gefühlen abhängig machen oder gar diesem einen Gespräch, sondern von Gott.  Und wenn es Gottes Plan und Wille war, dass wir die Zusage erhalten, so sollte dies geschehen.

Anmerkung:

Auf dem Weg zum Gespräch hatten wir rein technisch betrachtet übrigens alles vorbereitet. Wir hatten so sehr auf ein JA der Schule unmittelbar während des Gespräches gehofft, dass wir nur noch darauf warteten dies in die Welt hinaus zu rufen. Und dann kam doch alles anders. Der Ursprungsgedanke war, mit dem erhofften JA auch direkt unsere Internetseite publik zu machen die bis dato nur schlafend im Hintergrund existierte.

Als wir dann von dem Gespräch Heim kamen nahm ich erstmal das JA von der Startseite das aller Welt verkündet werden sollte. Wir hatten keine Zusage. Und wir wussten auch gar nicht mehr was mit der Internetseite passieren sollte. Wochenlang hatten wir sie in Bearbeitung gehabt. Natürlich war sie „online“. Aber das ist kein Problem, wenn niemand weiß, dass es diese Seite überhaut gibt. Wenn man von einem Haus nichts weiß, wird man nicht danach suchen… dachten wir. Da hatten wir wohl falsch gedacht. Und für mich ist dass das klare Wirken Gottes. Eine Glaubensschwester suchte unsere Anschrift im Internet, stieß dabei auf unsere Internetseite und publizierte diese dann direkt und mit riesiger Freude in einer größeren Gruppe. Ich war geschockt! Und konnte nicht glauben was da passiert war. Im ersten Moment war ich sogar richtig wütend! Aber dann war mir klar: nicht mein Wille soll geschehen, sondern der Wille des Herrn.

Sie lieber Leser wollen wissen wie der Start von gottfunk.de war? Genau so! Wir, also Patty und ich, wussten dass es nun kein Zurück mehr gab. Und sahen in dieser unerwarteten Publizierung den Start um nun Freunde und Bekannte dazu einzuladen.

Es war Mitte April als wir gerade unterwegs waren. Wir waren auf dem Rückweg zum Auto auf einem Parkplatz als wir eine E-Mail erhielten. Als wir sahen wer uns da geschrieben hatte war klar: schnell ins Auto! Und da saßen wir, öffneten die Email mit unserem Handy und lasen es: wir hatten die Zusage! Ich konnte nicht länger sitzen bleiben. Stieg aus dem Auto. War so gerührt und auch so glücklich. Endlich war sie da: die Zusage! Wir hatten sie von Gott erhalten und nun war sie auch hier schriftlich. Es stand also fest: wir durften gehen.