Alles nimmt seinen Lauf…

Alles nimmt seinen Lauf…

10. April 2018 Aus Von Angela Weckerlein

Bereits in der darauffolgenden Woche wurden wir ganz spontan zum Mittagessen bei einer sehr liebenswerten Familie eingeladen. Kurze Zeit später traf ich mich mit ein paar Frauen der Gemeinde und konnte ganz offen meine Fragen stellen. Fragen wie: „Stellt ihr tatsächlich „diesen Jesus“ über eure Ehemänner und Kinder?“ erstaunt damals aber bis heute ins Gedächtnis gebrannt hat sich mir die Antwort aller: sie alle bejahten meine Frage! Das machte mich weiter neugierig. Ich fing an in der Bibel zu lesen. Nun, an dieser Stelle möchte ich vorweg nehmen- es war wirklich nicht ohne. Ich kannte mich überhaupt nicht aus. Begriffe wie „Schlachter“, „Hoffnung für alle“ oder „Lutherbibel“ waren mir bis dahin ziemlich unbekannt. Wem es beim Lesen nun ebenso geht dem kann ich nur sagen: es handelt sich hierbei um Bibelübersetzungen. Sollten Sie in einer ähnlichen Situation stecken wie ich damals, so möchte ich ihnen gerne die „Hoffnung für alle“ empfehlen. Allein wegen der Sprache,- einfache, leicht verständliche Umgangssprache. Die Schlachter war meine “Einstiegsbibel”. Ich hatte bis dato nicht den Eindruck zu den ungebildetsten Menschen der Welt zu gehören doch diese Bibel ließ mich zweifeln. Zwischenzeitlich fühle ich mich ganz und gar in der „Hoffnung für alle“ beheimatet. Aber jedem das seine…

Wo war ich stehen geblieben? Ja, der Anfang. Ebenfalls recht zu Beginn, etwa Februar/März, stieß ich mir irrsinnig den Zeh. Und obwohl ich in Erwägung zog, dass er gebrochen war, so dachte ich mir man könne letztlich ohnehin nichts machen. Den Gang zum Arzt verschob ich für die nächsten Wochen und humpelte zunächst ein paar Tage vor mich hin. Wenngleich der Großzeh extrem weh tat, so verhalf uns genau dieser zu zwei Engeln in unserem Leben, die ich nicht mehr missen wollte. Mein Mann war an dieser Stelle übrigens steter Begleiter. Während meine Entscheidung sich zu Jesus zu bekennen sich zunehmend festigte, war er noch der Beobachter. Doch wir hatten es uns angeeignet sonntags in die Kirche zu gehen und knüpften schnell Kontakte. Bereits nach kurzer Zeit wurden wir in einen Hauskreis eingeladen. Mein Mann war noch nicht soweit. Ich schon. Ich merkte schnell, dass ich von wahrlich lieben Menschen umgeben war, jedoch nicht ganz „rein passte“. Nach mehreren Besuchen verkündete ich dies und was mir entgegengebracht wurde war absolutes Verständnis. Das besondere an den Christen mit denen wir zu tun haben ist, dass sie einen nicht einengen. In unserer „normalen außerchristlichen“ Welt sind wir mit viel Druck und einer zumeist sehr hohen Erwartungshaltung konfrontiert. Das genaue Gegenteil empfinde ich im Rahmen der Geschwister, meiner Geschwister, denen ich zwischenzeitlich begegnet bin und mich ihnen so verbunden fühle. Und um nochmals zurück zu kommen auf meinen verletzten Großzeh: wir liefen also nach einem Gottesdienst aus der Kirche und ich humpelte neben meinem Mann zu unserem Auto. Da sprach mich eine Frau plötzlich auf mein etwas unbeholfenes Fortschreiten an. Und so kamen wir ins Gespräch. Es erscheint mir angemessener die Namen der beiden anonym zu halten. Nur so viel: wir lernten ein Ehepaar kennen, das bereits einige Jahrzehnte Jesus nachfolgte und diese beiden Menschen waren uns ab diesem Moment Begleiter, Seelsorger, Zuhörer und verständnisvolle Geschwister. Ja, sie lesen richtig: Geschwister. Mit dem Bekenntnis zu Jesus wird sich ihr ganzes Leben verändern. Und offen gesagt ist es absolut unvorstellbar was da alles kommt. Zumindest ich hätte es nicht ansatzweise für möglich gehalten.

Grundlegendes, wie auch die Ansicht auf die eigene blutsverwandte und somit leibliche Familie, wie auch auf alle Themenbereiche erfahren eine Erneuerung, Veränderung und komplette Wandlung. Wenn man es nur zulässt und darum bittet. Und sicherlich wird manche Veränderung schneller voran schreiten während andere mehr Zeit benötigt.

Die Nachfolger Jesus Christus- die Christen- sind der Leib unseres Herrn und König Jesus. Daher bezeichnen wir einander auch als Geschwister. Sind sie Einzelkind? Das kann sich sehr schnell ändern… überlegen Sie es sich 🙂

Auch wird unser Gott als unser Vater, Papa, Schöpfer angesehen. Und das ist nur ein kleiner Auszug an Namen. Sie werden in seiner Heiligen Schrift viele weitere lesen können. Gott ist derjenige, der mich geschaffen hat. Gerade für diejenigen Leser, die mit ihrem leiblichen Vater nicht die beste Beziehung oder gar keine haben, ist dies womöglich sehr schwierig zu verstehen. Aber Gott ist besser, größer, voller Liebe. Gott ist ein Papa, wie es ein menschlicher nicht sein kann. Und, wo ich jetzt schon näher auf Jesus und Gott eingegangen bin,  so kann ich auch gleich noch ein paar Zeilen über den Heiligen Geist schreiben. Nicht in jeder Kirche erhält oder erhielt dieser wohl die angemessene Beachtung. Doch wir reden von der Dreieinigkeit, wie können wir dann nicht auch dem Platz einräumen, der so viel Arbeit mit uns hat? Viel und mehr verdanke ich doch ihm: dem Heiligen Geist. Er in uns. Dass ist das Geschenk unseres Herrn Jesus. Er, der Heilige Geist, der uns wandelt, leitet und führt. Durch ihn kommt erst die Wandlung in unserem Leben. Und was dies genau heißt- er der Heilige Geist in uns- erfahren wir erst nachdem wir uns dazu entschieden haben unserem König Jesus nachzufolgen.

Ich könnte an dieser Stelle darauf eingehen, was dies nun genau heißt. Aber ich bin kein Religionslehrer oder Prediger, ich bin einfach ich. Und um nochmals an die ersten Zeilen zu erinnern, es geht um das Aufarbeiten eines unfassbar großartigen Jahres. Nicht um eine Lehrstunde 😉

Wenn ich heute an unser altes Leben denke erscheint es mir sehr weit weg und kalt. Und hätte man mir damals genau dies gesagt „Hey Angi, du hast keine Liebe in deinem Leben“ hätte ich mich vermutlich sehr aufgeregt. Wissen sie, ich habe einen großartigen Mann. Wir haben einen zumeist echt gut erzogenen Labrador der uns sehr ans Herz gewachsen ist. Und natürlich könnte ich jetzt mit weiteren Menschen anfangen. Aber die Liebe Gottes ist nicht zu vergleichen mit einer irdischen Liebe! Die Liebe, durch und von unserem Herrn gegeben ist vollkommen. Glauben sie mir, auch wir sind durch tiefe Täler gegangen dieses Jahr, aber wir durften die Liebe unseres Herrn erfahren und diese ist so unendlich viel größer als das was ich bis dato kannte.

Und das sage ich, als glücklich verheiratete Frau. Sie sind im Begriff dieses Werk zu lesen und da die Aufmachung nicht gerade einem Kinderbuch  entspricht, setze ich einfach mal ein gewisses Alter voraus. Die wenigsten von uns wurden im Lauf ihres Lebens in Watte gepackt und somit gab es vermutlich bei jedem schon Krisen. Und diese können, wie wir alle wissen, sehr unterschiedlich sein. Die Gemeinsamkeit dieser Krisen ist die Hilflosigkeit, die Angst, die Sorge und vielleicht sogar die Wut. Wut auf Personen, Situationen und für viele als letzten Ausweg (irgendwer muss ja schuld sein) die Wut auf Gott.

An dieser Stelle möchte ich ihnen versichern und das mit einer absoluten Gewissheit: Gott liebt Sie! Und er möchte Ihr BESTES! Indem wir ihn kennen lernen, lernen wir ein neues Verständnis. Ein neues Verständnis für die Welt und oft ebenso für die Ereignisse die uns wiederfahren. Unser großer Schöpfer, Gott, möchte nur ihr vollkommen Bestes! Nicht er lastet ihnen Probleme und Sorgen auf. Und die nächste Frage, die sie sich vielleicht nun stellen ist: „Aber warum lässt er es dann zu?“ Das erfahren Sie, wenn Sie ihn kennen lernen. Ich versichere ihnen, vieles wird ihnen klar werden. Und doch wird manches immer ein Rätsel sein. An dieser Stelle setzt der Glaube ein. Der Glaube an einen Schöpfer, der vollkommen ist, voller Liebe und Weisheit und größer ist als ich. Aber ebenso möchte ich ihnen zusagen, Glaube allein ist diese Beziehung nicht. Entgegen dem was ich früher dachte, ist Gott nämlich real. Und Jesus wirkt tatsächlich. Sie müssen nicht an Geschichten aus dem Alten Testament festhalten, welche Jahrtausende alt sind. Sie dürfen, wenn Sie es nur zulassen, diesen lebendigen Gott erfahren. Egal wo sie nun sind. Egal in welcher Lebenssituation sie stecken. Jesus lebt! Er ist mitten unter uns. Er wirkt Wunder. Nicht einmal im Schaltjahr bei nur einer Person auf dieser Erde. Nein, permanent ist er präsent und allein in meinem Leben und in diesen rund 10 Monaten durfte ich verschiedenste Wunder erfahren. Meine Ehe betreffend, unsere Versorgung betreffend, unsere Existenz betreffend, unser Umfeld betreffend… mich betreffend!