Aktuelles aus Bad Gandersheim

Aktuelles aus Bad Gandersheim

24. November 2019 Aus Von Angela Weckerlein

Ihr lieben Leser,

ich glaube es ist erst einmal dran ein kleines „Tschuldigung“ zu sagen. Es ist schon wieder viel zu viel Zeit vergangen seit unserem letzten Eintrag. Natürlich ist es leicht zu sagen „Es war sooo viel los“ aber Tatsache ist: es stimmt.

Es ist echt krass was in den letzten Wochen alles passiert ist. Da waren unter anderem unsere ersten Predigten und die liefen richtig (!) gut. Das war eine echt spannende Phase dieses zweiten Schuljahres. Nach der theoretischen Lehre sollte es praktisch werden und so schrieben wir alle, knapp 70 Schüler, unsere erste Predigt und arbeiteten sie aus. Bewertet wurden wir dann von erfahrenen Mitarbeitern, ausgebildeten Theologen (intern) wie auch Hauslehrern (Theologen) von Extern. Es war spannend. Da waren sämtliche Räume dieses großen Gebäudes „geblockt“ für die Predigt. Mein Thema war „Unsere erste Berufung“. Womit ich mich hauptsächlich auf 1.Korinther 1,9

Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.

bezog. Meine Vorbereitungen liefen echt gut. Die eigentliche Predigt schrieb sich dann fast wie von selbst. Es war mir als würde mich Gott an die Hand nehmen und mir quasi vorgeben was ich aufschreiben soll. Und dann war es soweit: ein Montagmorgen. Und ich war soooo nervös. Ich muss ehrlich sagen, ich blieb es auch. Während ich meine Predigt hielt wurde ich nicht wirklich ruhiger. Und dann folgte das Feedback. Zunächst von meinem Team und dann auch von dem Benoter. Bäm- es war mega! Ich erhielt wirklich gute Rückmeldungen. Und das war sooo schön. Was folgte war eine 1-. Leute ich freu mich 😊 Auch Patty war mega gut. Und wie ich finde sehr mutig. Er wählte als den Kontext seiner Predigt ein Publikum an Nichtchristen. Ich persönlich finde das mega wichtig. Das Evangelium muss raus in die Welt. Es ist an der Zeit dass Menschen die Wahrheit erkennen. Aber ist es nicht gerade auch da oft am herausfoderndsten? Wie schnell wählen wir unser christliches Jargon. Und ich muss schmunzeln. Denn genau da wollte ich nie hin. In den klassischen Christen-Jargon. Aber keine Angst, ich kann mich auch noch „verständlich“ ausdrücken 😉

Da war aber noch sehr viel mehr in den letzten Wochen. Wo fängt man an wenn die Zeit wie im Flug vergeht und doch sooo viel passiert ist? Die meisten werden es wissen aber für die, die es noch nicht wissen: wir sind im zweiten Schuljahr in Teams eingeteilt. Das heißt wir haben als Gesamtklasse Unterricht und agieren aber noch zusätzlich in den einzelnen Teams mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Patty und ich sind im Gebets- und Prophetieteam.

Das Team ist für uns ein riesen Geschenk. Es ist wie eine kleine Familie. Alle ganz unterschiedlich, oft sehr herausfordernd aber einfach nur wertvoll. Wir genießen die gemeinsame Zeit sehr. Und verbringen tatsächlich auch viel Zeit miteinander. Erst die Tage sahen wir die Filme „Zeichen seiner Herrlichkeit“ und auch „Zeichen seiner Liebe“ und gestern noch „Zeichen seiner Gegenwart“. Die sind wirklich wirklich sehenwert. Das Wirken Gottes und diese überstömende Liebe die heilt, berührt und offenbart- sie ist einfach nur bewegend. Eines ist doch immer wieder nur schön: es spielt keine Rolle wer es ist, reich oder arm, Arzt oder Bettler, hartgesottener Bauarbeiter oder kleines Kind- Gott hat sie alle geschaffen. Er liebt sie alle. Und alle werden berührt. Weil er einfach gut ist

Letztes Wochenende waren wir dann noch in Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt, in Steinheim. Dort besuchten wir eine deutsch-russische Gemeinde. Mensch war das toll. So tolle Menschen und wir durften erleben wie Gott mittendrin war. In den Gebeten, in den Begegnungen… in dem ganzen Wochenende! Unser Team war in diversen Bereichen eingespannt: unter anderem Kinderdienst, Lobpreis, Seminarreihe usw. Am Samstagabend war Holy Spirit Night. Wir ließen Gott komplett Raum und hatten kaum etwas vorbereitet. Und das war einfach das beste was wir tun konnten. Wenn wir ihm Raum geben und uns nicht in userer super- deutschen- strukturierten Planung verlieren und uns einfach auf Gott verlassen dann wird es gut. Wie oft singen wir „mehr von dir“ und wollen dann doch wieder alles selbst bestimmen? An diesem Abend hatte der Herr Raum um zu wirken und das tat er. Da wurde gesungen, gefeiert, geweint, … in diesem Abend war viel. Einfach schön. Und dann war es auch schon Sonntag und der Abschluss unseres Wochenendes näherte sicht.

Das Wochenende war toll und auch anstrengend. Montag Sabbat. Dienstag ging es weiter. Tja, und morgen beginnt dann schon ein nächster ganz spannender Abschnitt. Da ist die Woche „Frei sein“ mit dem Theologe Wilkin van de Kamp. Das wird spannend. Es ist schwer in Worte zu fassen was hier alles geschieht. Der Alltag ist noch voller wie letztes Jahr und natürlich ist auch nicht alles toll. Aber immer wieder darf ich sehen, was Gott schon in mir getan hat. Wie ich mich verändert hab. Ein Stück mehr Erkenntnis. Ein Stück mehr Heilung. Ein Stück mehr Identität in Christus. Und umgeben von so großartigen Menschen. Und dann sind wieder 3 h rum… einfach weil man sich mit einer Tasse Cafe festgequatscht hat…

Was das ganz praktisch heißt? An dem Samstagabend auf dem Einsatzwochende hatten Patty und ich die Moderation des abends. So mit Mikro in der Hand. Und wisst ihr was? Es war echt gut! Ich war frei! Kein „ich mach mir gleich ins Hemd“. Und das ist eine von sehr vielen Situationen, die vor einem Jahr noch unvorstellbar gewesen wäre.

Ich wünsche jedem Leser: eine ganz persönliche Begegnung mit Gott  heute. Was kann es besseres geben?

Seid gesegnet!